Geschichte

1907 fand auf der Insel Brownsea (Südengland) das erste Pfadilager statt. Mehr als 20 Knaben aus verschiedenen sozialen Schichten nahmen daran teil. Geleitet wurde dieses Lager von Robert Baden- Powell, genannt B.P. (sprich eng. BiPi).

Wenig später erschien B.P.s Buch "Scouting for Boys". Die Pfadiidee verbreitete sich schnell - auch über die Grenzen Englands hinaus. Bereits 1909 traf B.P. in Chile eine Gruppe Pfadi und auch in Deutschland bildeten sich zu dieser Zeit die ersten Gruppen. Als klar wurde, wie schnell sich die Pfadi verbreitete, versuchte B.P. die verschiedenen Gruppen als ein Ganzes zu organisieren. Er wählte die Bruderschaften der mittelalterlichen Ritter zum Vorbild der Pfadibewegung und St. Georg zum Schutzpatron.

 

1909 fand das erste Pfadfindertreffen in London statt. Dort nahmen zum grossen Erstaunen B.P.s auch Mädchen in Pfadiuniformen teil. Zuerst war B.P. etwas skeptisch, ob die Pfadi auch etwas für Mädchen sei, liess sich dann aber überzeugen. Die Mädchengruppen nannte er "Girl Scouts". Diese Unterscheidung wird noch heute gemacht.

1912 heirateten B.P. und Olave St. Clair. Sie erwärmte sich für die Pfadiidee und übernahm die Leitung der Girl Guides. Bald bekam sie den Namen Lady B.P.

Im selben Jahr wurde die Pfadi in zwei Altersstufen unterteilt: die heutige 1. und 2. stufe. 1919 wurde dann noch eine 3. Stufe, die Rover (heute 4. Stufe). Die PTA gibt es seit 1946.

Ebenfalls 1919 wurde der Pfadi der Gillwellpark bei London als Ausbildungszentrum geschenkt.

1920 fand das erste Jamboree (=internationales Pfaditreffen) in London statt. Es nahmen etwa 8000 Pfadis aus 27 Ländern teil. Jamborees finden noch heute alle vier Jahre statt und gelten zu den Höhepunkten der Pfadierlebnisse.

1937, ebenfalls aus einem Jamboree, diesmal in Holland, trat B.P. zum letzten Mal als Chief Scout vor die versammelten Pfadis, um sich von ihnen zu verabschieden. Er war 81.